
Die imposante Burg Hohenzollern, ein Wahrzeichen der Hohenzollern-Dynastie, thront majestätisch über der Gemeinde Bisingen in Baden-Württemberg. Seit ihrer Erbauung zwischen 1850 und 1867 zieht sie jährlich rund 350.000 Besucher an und zählt damit zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.
Die Frage nach dem Eigentümer der Burg Hohenzollern lässt sich für das Jahr 2024 klar beantworten: Sie befindet sich im gemeinsamen Privatbesitz beider Zweige des Hauses Hohenzollern. Die preußische Königsfamilie und die schwäbische Linie teilen sich die Verantwortung für dieses historische Juwel.
Die Burg dient nicht nur als Touristenattraktion, sondern beherbergt auch wertvolle Kunstschätze der Familie. Genaue Zahlen zu Einnahmen oder Gewinnen werden nicht öffentlich gemacht. Die Burg ist kein börsennotiertes Unternehmen, sondern bleibt in Familienhand.
Trotz ihrer langen Geschichte gab es keine bedeutenden Firmenverkäufe. Die Burg Hohenzollern steht als Symbol für die Beständigkeit und das reiche Erbe der Hohenzollern-Dynastie in Deutschland.
Geschichte der Burg Hohenzollern
Die erste Erwähnung der Burg als Residenz stammt aus dem Jahr 1061. Der Bau selbst wurde erstmals 1267 urkundlich erwähnt.
Erste Burg im 11. Jahrhundert
Die ursprüngliche Burg Hohenzollern entstand vermutlich im 11. Jahrhundert. Sie diente als Stammsitz der Grafen von Zollern, die später zu den Hohenzollern wurden. Diese erste Festung prägte lange Zeit die Silhouette der Schwäbischen Alb.
Zerstörung und Wiederaufbau im 15. Jahrhundert
1423 wurde die Burg nach fast einjähriger Belagerung vollständig zerstört. Der Wiederaufbau begann 1454. Die neue Anlage war größer und stärker befestigt als die vorherige. Sie trotzte fortan Angriffen und wurde zu einem Symbol der Macht der Hohenzollern.
Neubau im 19. Jahrhundert
Die heutige Burg Hohenzollern entstand im 19. Jahrhundert. Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen initiierte 1819 den Neubau. 1850 war die neugotische Anlage fertiggestellt. Sie zählt zu den beeindruckendsten Burgen Deutschlands. 1867 weihte Kaiser Wilhelm I. persönlich die Burg ein.
Heute ist die Burg Hohenzollern eine beliebte Sehenswürdigkeit. Nach Erdbebenschäden in den 1970er Jahren wurde die Burg umfassend restauriert. Die Arbeiten dauerten bis in die 1990er Jahre. Alle Erhaltungsmaßnahmen werden durch Eintrittsgelder finanziert.
Die Hohenzollern-Dynastie
Die Hohenzollern-Dynastie zählt zu den bedeutendsten Adelsfamilien Deutschlands. Ihre Geschichte reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Der fränkische Zweig brachte die Kurfürsten von Brandenburg hervor, aus denen später die preußischen Könige und deutschen Kaiser hervorgingen.
Heute ist die Familie in einen rechtlichen Streit verwickelt. Es geht um Entschädigungen für Enteignungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Wert der umstrittenen Kunstgegenstände wird auf Millionenbeträge geschätzt. Das Verfahren zur Klärung der Ansprüche ruht derzeit.
Wem gehört Burg Hohenzollern?
Die Burg Hohenzollern befindet sich im gemeinsamen Eigentum zweier Familienzweige der Hohenzollern: des brandenburgisch-preußischen und des fürstlich-schwäbischen Zweigs.
Verwaltung und Nutzung der Burg
Die Verwaltung erfolgt gemeinschaftlich durch beide Familienzweige. Eintrittsgelder finanzieren Erhaltungs- und Umbaumaßnahmen. Seit 2013 laufen Verhandlungen zwischen den Hohenzollern und staatlichen Stellen über den Verbleib tausender wertvoller Objekte und mögliche Entschädigungszahlungen.
Architektur und Gestaltung der Burg
Die Burg Hohenzollern zählt zu den beeindruckendsten Beispielen der Neugotik in Deutschland. Friedrich August Stüler entwarf die prachtvolle Anlage, die seit 1850 über 300.000 Besucher jährlich anzieht. Die Burg besteht aus vier Hauptelementen:
- Befestigungsanlagen
- Schlossgebäude
- Kapellen
- Burggarten
Bedeutung als Touristenattraktion
Die Burg Hohenzollern zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Sie thront auf einer 855 Meter hohen Erhebung der Schwäbischen Alb und bietet atemberaubende Ausblicke.
Besucherzahlen und Einnahmen
Die Einnahmen aus dem Tourismus tragen zur Erhaltung der Burg bei. Die Hohenzollern-Burgführungen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Kulturelle Veranstaltungen
Das kulturelle Angebot der Burg ist vielfältig. Besucher genießen Konzerte, Open-Air-Kinos und Ausstellungen. Ein Highlight ist der Weihnachtsmarkt, der als einer der schönsten Deutschlands gilt.
Zukunftspläne für Burg Hohenzollern
Die Zukunft der Burg Hohenzollern steht im Zeichen der Modernisierung historischer Burgen. Karl Friedrich von Hohenzollern, der seit 2010 die Familiengeschäfte leitet, plant die Gründung zweier Stiftungen zur Sicherung der Burg.
Parallel dazu laufen Verhandlungen mit der Bundesregierung über Wohnrechte in Potsdamer Schlössern und die Rückgabe von Kunstwerken. Ziel ist es, die Eigentumsverhältnisse neu zu regeln und die Burg als Kulturdenkmal und Touristenattraktion zu erhalten.
Einfluss der Burg auf die Region
Die Burg Hohenzollern ist nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor für die Region. Zahlreiche Hotels, Restaurants und lokale Unternehmen profitieren von den jährlichen Besuchern. Zudem schafft die Burg Arbeitsplätze in der Verwaltung, im Tourismus und im Denkmalschutz.